Übungen für das Herz
Die Praxis der vier Unermesslichen
Wenden Sie sich nach innen. Entspannen Sie sich und bleiben Sie wachsam. Achten Sie auf den Rhythmus des Atems. Atmen Sie tiefer: Der Atem umspült das Herz und wäscht alle Rückstände weg, so als ob Sie das Herz in Ihre beiden Hände nehmen und es in das kühle, lebendige Wasser eines Gebirgsbaches tauchen würden, und das Herz glänzt und erwacht. Es wird deutlich, dass unsere Ablenkungen und Desorientierung der Schleier über der andauernden Gegenwart des Herzens und seiner Tätigkeit war. Diese Tätigkeit besteht in der Verbreitung liebender Güte und sanfter Gefühle. Der Verstand hatte diesen Fluss also wahrscheinlich gestört oder behindert, doch die Beweggründe des Herzens selbst sind einfach, rein und unterschiedslos wie das Licht der Sonne. Es scheint auf alle Dinge und Wesen. Wir verwenden die Worte des Buddha für alle Arten der Liebe.
Meta
Wir senden Wellen der Meta, der bedingungslosen Liebe, in die Umgebung aus. Wir senden Meta an alle Wesen vor uns im Garten, in der Stadt, auf dem Land, auf dem ganzen Planeten, in den Kosmos. An alle Wesen hinter uns, an alle Wesen über uns, an alle Wesen unter uns, nach rechts, nach links. Alle sind in unserem Herzen enthalten, und unser Herz pulsiert in der fließenden Substanz der bedingungslosen Liebe. Liebe auszudrücken bedeutet, zu bezeugen, und im Bezeugen betrachten wir den Zustand der Wesen.
Karuna
Es ist erkennbar, dass viele Wesen Schmerzen haben. Wenn Liebe auf Schmerz trifft, wird sie automatisch zu Sympathie, Empathie, Mitgefühl. In der Welt gibt es Verletzung, Krankheit, Verfall, Trauer, Zerrissenheit, das Zerbrechen von Hoffnungen, Zersplitterung und Verzweiflung. Wenn das Herz erwacht, können wir diese Dinge nicht ignorieren. In dieser zweiten Bewegung der Liebe halten wir uns nicht fern: in Mitgefühl mitschwingen, in den Zustand aller Wesen eintreten und ihr Leiden mit Mitgefühl und Güte teilen. Jeder Gedanke wird zu einem Gebet um Heilung. Es geht nicht nur um den Wunsch, dass die Dinge anders sein sollten, sondern um die Teilhabe in unmittelbarer Präsenz, in verletzlicher offener Gemeinschaft mit jedem einzelnen Wesen in seinem jeweiligen Zustand. Das archetypische Bild dieses Bewusstseins ist das Bild von Christus, der den Schmerz der ganzen Welt trägt. [Lasst das Mitgefühl in die 6 Richtungen ausströmen]
Mudita
Natürlich ist nicht alles Leid und Verzweiflung. Es gibt Freude, Lachen, Feiern, Zufriedenheit: Der dritte Satz der Liebe. Streben Sie danach, an der Freude teilzuhaben, die aus der ganzen Welt aufsteigt. Dadurch gelangt man über die Polarität von Freude und Schmerz hinaus. Die Wellen der Emotionen steigen und fallen, die Bedingungen für alle Wesen ändern sich ständig. Lassen Sie Mudita in die 6 Richtungen ausströmen.
Upeka
Jenseits all dieser Schwankungen entdecken wir eine bleibende Gemeinschaft, eine beständige Solidarität aller Wesen, die das Leben in seiner Ganzheit darstellen. Wir erkennen alle Wesen als jeweils anderen Ausdruck der eigenen ewigen Natur an. Das ist Upeka: die Vereinigung des Lebens in seiner Essenz.
Jetzt spüren Sie den Atem, der in den Körper hinein und aus ihm heraus strömt. Spüren Sie den harten Boden unter Ihren Füßen. Kehren Sie zu Ihren äußeren Sinnen zurück mit der Absicht, die Atmosphäre der erweiterten Wahrnehmung der Sphäre des Herzens beizubehalten. Öffnen Sie Ihre Augen.
Quelle
Edited from the meditation given by Pir Zia 2010
based on the Buddhist practice.
zur Einstimmung und zum Heilen,
unter Verwendung der 3 Herz‑Lataif des Besen‑Zikrs.
- Qalbiya: das Herz, in der linken Brust. Erwecke seine Schwingungen, fühle es deutlich, stelle über diese Ebene eine Verbindung mit dem Gegenüber her.
- Ausatmen: erweitere das Feld deines Latifa Qalbiya diagonal zur Qalbiya deines Partners und denke dabei an 'Jalil' (die allmächtige göttliche Kraft, die sich in allem und jedem manifestiert).
- Einatmen: 'Jamil' ‑ Empfänglichkeit ‑ spüre in deinem Herzen den Zustand des anderen ‑ es ist ein Dialog, er vertieft sich mit jedem Atemzug ‑ es entsteht eine Harmonisierung zwischen den beiden Herzen. Das Herz des anderen wird auf eine bestimmte Tonhöhe gestimmt.
- Ruhiya: der Heilige Geist in der rechten Brust. Tiefer, subtiler und reiner, weniger individuell, weniger persönlich. Richte eine diagonale Atemlinie mit dem Ruhiya ein. Bei jedem Einatmen und Ausatmen denke eventuell 'Ruh', göttlicher Geist.
- Sirriya: das Geheimnis, in der Mitte der Brust. Hier entsteht eine direkte Linie zur Mitte der Brust des Partners/der Partnerin (während bei den Lataif Qalbiya und Ruhiya zur Qalbiya und Ruhiya des Partners/der Partnerin der Atem von diagonal verläuft). Man könnte 'Ya Azim' denken. Manchmal braucht man viel Zeit, um einen Dialog herzustellen. Bleibe dort. Geh nicht weiter, bis du getan hast, was getan werden muss.
Die Sphäre des Herzens ‑ Praxis des Tawajjuh
Tawajjuh bedeutet, dass man sein Gesicht den Gesichtern derer zuwendet, die einem am Herzen liegen. Das Wort Tawajjuh, kommt von dem Wort wajh, was Gesicht bedeutet.
Die Praxis des Tawajjuh besteht darin, sich jeden Tag nach innen zu wenden, in die Domäne des Herzens, und in diesem Feld aus Verbindungen, diesem 'Internet', Verbindung aufzunehmen, sich jedem Gesicht zuzuwenden, das da ist, und Segen dorthin zu senden. Es geht nicht darum, dass wir selbst die Person segnen, es geht darum, dass wir uns erlauben, der Kanal zu sein, durch den der göttliche Segen stetig fließt. Wenn wir diesen Personen auf den inneren Ebenen begegnen, beginnen wir zu erkennen, dass es konzentrische Kreise gibt. Es gibt diejenigen, die uns am nächsten stehen und am liebsten sind, es gibt einige, die weiter entfernt sind, und dann beginnen wir, während sich unser Herz ausdehnt, die Gegenwart sogar derer zu erkennen, die gegen uns agieren, unserer Feinde, und wir senden auch ihnen Segen: den Wunsch nach der Erfüllung ihrer aufrichtigsten Wünsche. Danach dehnt sich der Kreis aus und schließt ganze Bevölkerungsgruppen ein, die wir nicht kennen. Wir kennen sie nicht persönlich, wissen aber um die Weite des Planeten, um die Gemeinschaften des Seins, und wir senden Segensgebete aus. Wir halten die ganze Erde in unserem Herzen, dann das Sonnensystem und dann die ganze Galaxie. Und wir erweitern den Horizont unseres Herzens so weit wir können. Dies war seit jeher die Arbeit der Sufis durch alle Jahrhunderte, und sie gilt als eine heilige Verpflichtung. Es ist eine Art des Dienstes, der der göttlichen Vorsehung dient, indem unser Bewusstsein sich öffnet, um einen Kanal für Segen und Gebet zu öffnen.
Dieses Leben aus unserem Herzen, von dem Ort, an dem wir fühlen, hat große Heilkraft. Heute ist es wichtig, nicht nur achtsam (mindful), sondern auch "warmherzig" (heartful) zu sein.
Quelle
Eine Übung von Pir Zia.
Die Praxis der vier Unermesslichen
Wenden Sie sich nach innen. Entspannen Sie sich und bleiben Sie wachsam. Achten Sie auf den Rhythmus des Atems. Atmen Sie tiefer: Der Atem umspült das Herz und wäscht alle Rückstände weg, so als ob Sie das Herz in Ihre beiden Hände nehmen und es in das kühle, lebendige Wasser eines Gebirgsbaches tauchen würden, und das Herz glänzt und erwacht. Es wird deutlich, dass unsere Ablenkungen und Desorientierung der Schleier über der andauernden Gegenwart des Herzens und seiner Tätigkeit war. Diese Tätigkeit besteht in der Verbreitung liebender Güte und sanfter Gefühle. Der Verstand hatte diesen Fluss also wahrscheinlich gestört oder behindert, doch die Beweggründe des Herzens selbst sind einfach, rein und unterschiedslos wie das Licht der Sonne. Es scheint auf alle Dinge und Wesen. Wir verwenden die Worte des Buddha für alle Arten der Liebe.
Meta
Wir senden Wellen der Meta, der bedingungslosen Liebe, in die Umgebung aus. Wir senden Meta an alle Wesen vor uns im Garten, in der Stadt, auf dem Land, auf dem ganzen Planeten, in den Kosmos. An alle Wesen hinter uns, an alle Wesen über uns, an alle Wesen unter uns, nach rechts, nach links. Alle sind in unserem Herzen enthalten, und unser Herz pulsiert in der fließenden Substanz der bedingungslosen Liebe. Liebe auszudrücken bedeutet, zu bezeugen, und im Bezeugen betrachten wir den Zustand der Wesen.
Karuna
Es ist erkennbar, dass viele Wesen Schmerzen haben. Wenn Liebe auf Schmerz trifft, wird sie automatisch zu Sympathie, Empathie, Mitgefühl. In der Welt gibt es Verletzung, Krankheit, Verfall, Trauer, Zerrissenheit, das Zerbrechen von Hoffnungen, Zersplitterung und Verzweiflung. Wenn das Herz erwacht, können wir diese Dinge nicht ignorieren. In dieser zweiten Bewegung der Liebe halten wir uns nicht fern: in Mitgefühl mitschwingen, in den Zustand aller Wesen eintreten und ihr Leiden mit Mitgefühl und Güte teilen. Jeder Gedanke wird zu einem Gebet um Heilung. Es geht nicht nur um den Wunsch, dass die Dinge anders sein sollten, sondern um die Teilhabe in unmittelbarer Präsenz, in verletzlicher offener Gemeinschaft mit jedem einzelnen Wesen in seinem jeweiligen Zustand. Das archetypische Bild dieses Bewusstseins ist das Bild von Christus, der den Schmerz der ganzen Welt trägt. [Lasst das Mitgefühl in die 6 Richtungen ausströmen]
Mudita
Natürlich ist nicht alles Leid und Verzweiflung. Es gibt Freude, Lachen, Feiern, Zufriedenheit: Der dritte Satz der Liebe. Streben Sie danach, an der Freude teilzuhaben, die aus der ganzen Welt aufsteigt. Dadurch gelangt man über die Polarität von Freude und Schmerz hinaus. Die Wellen der Emotionen steigen und fallen, die Bedingungen für alle Wesen ändern sich ständig. Lassen Sie Mudita in die 6 Richtungen ausströmen.
Upeka
Jenseits all dieser Schwankungen entdecken wir eine bleibende Gemeinschaft, eine beständige Solidarität aller Wesen, die das Leben in seiner Ganzheit darstellen. Wir erkennen alle Wesen als jeweils anderen Ausdruck der eigenen ewigen Natur an. Das ist Upeka: die Vereinigung des Lebens in seiner Essenz.
Jetzt spüren Sie den Atem, der in den Körper hinein und aus ihm heraus strömt. Spüren Sie den harten Boden unter Ihren Füßen. Kehren Sie zu Ihren äußeren Sinnen zurück mit der Absicht, die Atmosphäre der erweiterten Wahrnehmung der Sphäre des Herzens beizubehalten. Öffnen Sie Ihre Augen.
Quelle
Edited from the meditation given by Pir Zia 2010
based on the Buddhist practice.
zur Einstimmung und zum Heilen,
unter Verwendung der 3 Herz‑Lataif des Besen‑Zikrs.
- Qalbiya: das Herz, in der linken Brust. Erwecke seine Schwingungen, fühle es deutlich, stelle über diese Ebene eine Verbindung mit dem Gegenüber her.
- Ausatmen: erweitere das Feld deines Latifa Qalbiya diagonal zur Qalbiya deines Partners und denke dabei an 'Jalil' (die allmächtige göttliche Kraft, die sich in allem und jedem manifestiert).
- Einatmen: 'Jamil' ‑ Empfänglichkeit ‑ spüre in deinem Herzen den Zustand des anderen ‑ es ist ein Dialog, er vertieft sich mit jedem Atemzug ‑ es entsteht eine Harmonisierung zwischen den beiden Herzen. Das Herz des anderen wird auf eine bestimmte Tonhöhe gestimmt.
- Ruhiya: der Heilige Geist in der rechten Brust. Tiefer, subtiler und reiner, weniger individuell, weniger persönlich. Richte eine diagonale Atemlinie mit dem Ruhiya ein. Bei jedem Einatmen und Ausatmen denke eventuell 'Ruh', göttlicher Geist.
- Sirriya: das Geheimnis, in der Mitte der Brust. Hier entsteht eine direkte Linie zur Mitte der Brust des Partners/der Partnerin (während bei den Lataif Qalbiya und Ruhiya zur Qalbiya und Ruhiya des Partners/der Partnerin der Atem von diagonal verläuft). Man könnte 'Ya Azim' denken. Manchmal braucht man viel Zeit, um einen Dialog herzustellen. Bleibe dort. Geh nicht weiter, bis du getan hast, was getan werden muss.
Sphäre des Herzens
Praxis des Tawajjuh
Tawajjuh bedeutet, dass man sein Gesicht den Gesichtern derer zuwendet, die einem am Herzen liegen. Das Wort Tawajjuh, kommt von dem Wort wajh, was Gesicht bedeutet.
Die Praxis des Tawajjuh besteht darin, sich jeden Tag nach innen zu wenden, in die Domäne des Herzens, und in diesem Feld aus Verbindungen, diesem 'Internet', Verbindung aufzunehmen, sich jedem Gesicht zuzuwenden, das da ist, und Segen dorthin zu senden. Es geht nicht darum, dass wir selbst die Person segnen, es geht darum, dass wir uns erlauben, der Kanal zu sein, durch den der göttliche Segen stetig fließt. Wenn wir diesen Personen auf den inneren Ebenen begegnen, beginnen wir zu erkennen, dass es konzentrische Kreise gibt. Es gibt diejenigen, die uns am nächsten stehen und am liebsten sind, es gibt einige, die weiter entfernt sind, und dann beginnen wir, während sich unser Herz ausdehnt, die Gegenwart sogar derer zu erkennen, die gegen uns agieren, unserer Feinde, und wir senden auch ihnen Segen: den Wunsch nach der Erfüllung ihrer aufrichtigsten Wünsche. Danach dehnt sich der Kreis aus und schließt ganze Bevölkerungsgruppen ein, die wir nicht kennen. Wir kennen sie nicht persönlich, wissen aber um die Weite des Planeten, um die Gemeinschaften des Seins, und wir senden Segensgebete aus. Wir halten die ganze Erde in unserem Herzen, dann das Sonnensystem und dann die ganze Galaxie. Und wir erweitern den Horizont unseres Herzens so weit wir können. Dies war seit jeher die Arbeit der Sufis durch alle Jahrhunderte, und sie gilt als eine heilige Verpflichtung. Es ist eine Art des Dienstes, der der göttlichen Vorsehung dient, indem unser Bewusstsein sich öffnet, um einen Kanal für Segen und Gebet zu öffnen.
Dieses Leben aus unserem Herzen, von dem Ort, an dem wir fühlen, hat große Heilkraft. Heute ist es wichtig, nicht nur achtsam (mindful), sondern auch "warmherzig" (heartful) zu sein.
Quelle
Eine Übung von Pir Zia.
